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24. April 2015 Thema:

Granulationsgewebe

Grundwissen: Das Granulationsgewebe?

Als Granulationsgewebe bzw. Granulation bezeichnet man in der Medizin bzw. Dermatologie die Bildung von neuem Bindegewebe. Dieses ist von Kapillaren (kleinen Blutgefäßen) durchzogen. Auf Grund der Vielzahl von Kapillaren, zeigt sich die Oberfläche des Granulationsgewebes körnig. Volkstümlich wird das Granulationsgewebe auch Fleischwärzchen genannt. Zumeist zeigt sich das Granulationsgewebe tiefrot gefärbt (bei pAVK zeigt sich dieses jedoch wegen der schlechten Durchblutung meistens blass – rot) und feucht glänzend. Es ist ein vorübergehendes entstehendes Gewebe, denn es dient zur Grundlage für eine Reepithelisierung.

Granulationsgewebe nach einer Verletzung am Finger

Granulationsgewebe nach einer Verletzung am Finger

Granulationsgewebe bildet sich aus Wund- und Geschwürflächen, sowohl von Knochen als auch von Weichteilen aus. Die Granulation ist beendet wenn die Wunde – also der Substanzverlust der verletzten Körperstelle – ausgeglichen ist oder die Wunde durch neugebildetes Gewebe überhäutet ist.

Begriffserklärung:

Das Wort „Granulation“ leitet sich vom Lateinischen Wort „Granulum“ – „Körnchen“ ab

 

Sonderform: Die Hypergranulation

Unter einer Hypergranulation wird eine überschießende Bildung von Granulationsgewebe über Hautniveau genannt. Sehr oft ist das Hypergranulationsgewebe schäumig und sehr weich, es fehlt die körnige Struktur eines „normalen“ / vitalen Granulationsgewebes.

Entstehung und Maßnahmen gegen Hypergranulation

Eine Hypergranulation ist meist bedingt durch zu viel Feuchtigkeit, Wärme und Einsatz eines grob strukturierten PU – Schaumverbandes. Bisher gibt es kein Patentrezept zur Entgegenwirkung einer Hypergranulation. Es zeigen sich jedoch gute und schnelle Erfolge, die Wundversorgung auf konventionell – trocken umzustellen (trockene Kompresse), sowie einer leichten Kompression / Druck. Zumeist entsteht eine Hypergranulation bei chronischen Wunden (bsp. Ulcus cruris) auf, die langsam bzw. nicht ausreichend epithelisieren.

Quellen

http://www.wikipedia.de
Moderne Wundversorgung, 7. Auflage von Kerstin Protz

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