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22. Januar 2018 Thema:

Cutimed Epiona

Produktvorstellung: Cutimed® Epiona® von BSN medical

Aktiviert und fördert den Heilungsprozess chronischer und stagnierender Wunden


 

 

 

 

 

Beschreibung des Wundverbandes

Cutimed® Epiona® besteht zu 90% aus einem nativem Kollagen, d.h. es besitzt einen nahezu identischen strukturellen Aufbau wie die menschliche Dermis, und zu 10% aus Kalziumalginat. Der Heilungsprozess chronischer und stagnierender Wunden (Problemwunden) wird durch den Wundverband aktiviert und gefördert („Kick-Start“). Die Bildung von Granulationsgewebe wird beschleunigt und gleichzeitig wird die Neubildung von epidermalen Zellen unterstützt.

Die Perforation des Verbandes sorgt für ein schnelles Weiterleiten von überschüssigem Exsudat in den Sekundärverband und gewährleistet gleichzeitig eine einfache Handhabung. Auch bei vorheriger Befeuchtung des Wundverbandes ist eine hohe Stabilität gegeben. Die Perforation sorgt zudem für eine hohe Anschmiegsamkeit des Wundverbandes an den Wundgrund.

 

Eigenschaften

Cutimed® Epiona® besteht zum Großteil aus nativem Kollagen und kann dadurch übergangsweise die natürlichen Funktionen, des in der chronischen / stagnierenden Wunde defekten Kollagens, wie die Förderung des Zellwachstums und die Gerüstfunktion zum Einwandern der Fibroblasten, übernehmen. Neben dem nativen Kollagen enthält Cutimed® Epiona®  10% Kalziumalginat. Diese Kombination ermöglicht es, dass der Verband Exsudat oder Blut (hämostatischer Effekt) in ein flexibles feuchtes Gel verwandelt. Auf diese Weise wird ein ideal-feuchtes Wundmilieu erschaffen und die Wundheilung gefördert.

In der Regel verfügen chronische Wunden über ein erhöhtes Maß an entzündlichen Faktoren wie Matrix-Metallo-Proteasen (MMPs), die den Heilungsprozess verzögern und stagnieren lassen können. Cutimed® Epiona® bindet Matrix-Metallo-Proteasen (MMPs), und fördert gleichzeitig die Migration und Proliferation der Fibroblasten durch die 3D-Matrix im Wundverband.

Schrittweise zur Wundheilung

 

1. Bindung der Entzündungsfaktoren wie MMPs

  • Der Überschuss an Entzündungsfaktoren (MMPs) in der Wunde wird von der Kollagenmatrix gebunden. Auf diese Weise kann die MMP Konzentration im Wundbett gesenkt werden.
  • Durch die Bindung von MMPs können Wachstumsfaktoren geschützt werden.
  • Körpereigenes Kollagen wird in seinem Aufbau nicht mehr gestört.

2. Offene, poröse 3D-Matrix fördert das Zellwachstum

  • Die offene, poröse 3D-Matrix von Cutimed® Epiona® agiert als Gerüst, um die Regeneration der fehlenden Dermis in stagnierenden, chronischen Wunden zu fördern.
  • Durch die Struktur der 3D-Matrix wird die Wanderung (Migration) und Vermehrung (Proliferation) von Fibroplasten gefördert und somit der Heilungsprozess beschleunigt.

3. Epithelisierung und Wundheilung

  • Das native Kollagen unterstützt die körpereigene Bildung von Kollagen-Fibrillen und Fasern.
  • Die Regeneration des Wundbettes und die Schaffung eines ideal-feuchten Wundmilieus fördern die Ausbreitung und Migration von epidermalen Zellen (Keratinozyten).

Indikationen

Cutimed® Epiona® ist indiziert für die Behandlung aller chronischen / stagnierenden Wunden, welche einen sauberen Wundgrund aufweisen (keine Fibrinbeläge, keine Nekrosen!), wie z.B.:

Anwendungsdauer

Nach der ersten Applikation sollte die Wunde in Abhängigkeit von der Exsudationsmenge in Abständen von bis zu 72 Stunden erneut mit Cutimed® Epiona® behandelt werden. Noch nicht vollständig resorbierte Matrix kann auf Grund des fast identischen Aufbau zur menschlichen Dermis (Körpereigenes Produkt) in der Wunde verbleiben.

Anwendungshinweise

Nicht für infizierte und belegte Wunden geeignet – trockenes und nekrotisches Gewebe muss vorher débridiert werden!

    • Eine Sekundärabdeckung , wie z.B. ein Schaumverband oder ein Superabsorber, ist zwingend notwendig, um ein ideal-feuchtes Wundmilieu aufrecht zu erhalten.
    • Auch bei zu Blutungen neigende Wunden geeignet, wegen dem Kalziumalginatanteiles im Wundverband (blutstillende Wirkung).
    • Kann einfach mittels einer sterilen Pinzette in die gewünschten Größe gebracht werden (auf Wundgröße bringen oder in Wunde falten).
    • Es wird empfohlen, Cutimed® Epiona® nicht über den Wundrand zu legen, da je nach Exsudatmenge ein Risiko der Mazeration entstehen kann.
    • Faltet man die überstehenden Enden in die Wunde hinein, hat man zudem den Vorteil von „mehr Kollagen“ in der Wunde.
    • Cutimed® Epiona® kann in Kombination mit einer Kochsalz- oder Ringerlösung verwendet bzw. angefeuchtet werden.

Cutimed® Epiona® anhand eines Patientenbeispieles

69-Jähriger Pat. Mit Ulcus cruris arteriosum (Revaskularisation erfolgte bereits). Ulcus cruris besteht seit ca. November 2016. Weitere Diagnosen: Diabetes mellitus Typ 2 – Insulinpflichtig und Hba1C stetig erhöht, Alkoholabusus, Leberzirrhose CHILD A, Linksherzinsiffuzienz NYHA III mit rezidiven kardialen Dekompensationen. Pat. außerdem antikoaguliert mittels ASS und neigt daher zu leichten Blutungen bei der Wundreinigung.

Pat. Lebt allein, Pat. adhärenz bezüglich Ernährung, Alkohol, Medikamenteneinnahme (Diuretika, sowie Insulinverabreichung) wechselhaft.

Seit ca. März 2017 sauberer Wundgrund, Wundheilung auf Grund von oben genannten Diagnosen wechselhaft, aber stetig sauber mit sichtbaren Granulationsgewebe. Ein Abstrich wurde durchgeführt wegen stagnierender Wundheilung, S.Aureus wurde in geringer Anzahl nachgewiesen. Als Wundauflage wurde ein Schaumverband verwendet, sowie bei jedem Verbandswechsel ein Wundrandschutz. Der Wundrand ist trotz wenig / mäßiger Exsudation und Verwendung eines Wundrandschutzes mazeriert.

Am 27.06.2017 wurde erstmalig Cutimed® Epiona® primär verwendet, Sekundärabdeckung wie bisher mit einem Schaumverband.

0,7cm x 0,6cm

 

 

Nach drei Wochen – 11.07.2017

Pat. War kurzzeitig (für drei Tage) im Krankenhaus, wegen einer geplanten Augen-OP. Auch dort wurde der Verbandswechsel mittels Cutimed® Epiona® und einem Schaumverband durchgeführt. Pat. Wurde im KH wieder adäquat entwässert (ebenfalls erneute kardiale Dekompensation), außerdem wurde ein Débridement des Wundrandes durchgeführt. Es zeigt sich innerhalb von drei Wochen eine Verkleinerung der Wundgröße mit einer fortlaufenden Epithelisierung vom Wundrand ausgehend. Die Stagnation der Wundheilung konnte somit überwunden werden.

0,4cm x 0,3cm

 

 

Nach insgesamt vier Wochen – 18.07.17

Der Ulcus ist fast komplett reepithelisiert. Der Ulcus produziert kaum mehr Eigenexsudat, sodass Cutimed® Epiona® mittels NaCl 0,9% beim Verbandswechsel angefeuchtet wird.

Fazit

Innerhalb von drei Wochen konnte eine Stagnation der Wundheilung, trotz stark negativ beeinflussenden Diagnosen, überwunden werden. Der Ulcus ist am 24.07.2017 abgeheilt.

Cutimed® Epiona® ist wegen der perforierten kleinen Quadrate sehr gut und einfach in der Handhabung für die entsprechende Wundgröße – kein Schneiden notwendig! Dank des Alginatanteils im Kollagen, obwohl auch sehr gering, gab es unter der Anwendung keine Nachblutungen bei bzw. nach der Wundreinigung.

Das positive Ergebnis und die Abheilung des Ulcus innerhalb von ca. 5 Wochen und die einfache, unkomplizierte Handhabung sprechen für das Produkt und ist empfehlenswert!

 

Danksagung

Die Bilder stammen von Ellipsa medical services GmbH, Regensburg

Der Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung von BSN medical erstellt.

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